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62. Internationale Filmfestspiele Berlin

62.  Internationale Filmfestspiele Berlin

9. – 19. Februar 2012

Berlin: ein weltoffener und aufregender Kulturschauplatz von ungebrochener Anziehungskraft. Künstler aus aller Welt kommen hierher. Eine differenzierte Kinolandschaft und ein filmbegeistertes Publikum zeichnen die Stadt aus. Mittendrin die Berlinale als großes Kulturereignis und eines der wichtigsten Events der internationalen Filmindustrie. Fast 300.000 verkaufte Eintrittskarten, mehr als 19.000 Fachbesucher aus 115 Ländern, darunter etwa 4.000 Journalisten: Kunst, Glamour, Party und Geschäft sind bei der Berlinale untrennbar miteinander verbunden.

Die ganze Welt des Films

Das öffentliche Programm der Internationalen Filmfestspiele Berlin zeigt jedes Jahr ca. 400 Filme, überwiegend Welt- oder Europapremieren. Filme aller Genres, Längen und Formate finden in den verschiedenen Sektionen ihren Platz: großes internationales Kino im Wettbewerb, Independent und Arthouse im Panorama, Kino für ein junges Publikum in Generation, Neuentdeckungen und vielversprechende Talente aus der deutschen Filmlandschaft in der Perspektive Deutsches Kino, Avantgarde, Experiment und noch unbekannte Kinematografien im Forum sowie die Erkundung filmischer Möglichkeiten in den Berlinale Shorts. Ergänzt wird das Programm durch eine Retrospektive sowie eine Hommage, die das Lebenswerk einer großen Filmpersönlichkeit ehrt, kuratiert von der Deutschen Kinemathek- Museum für Film und Fernsehen.

(Copyright Text und Logo: Internationale Filmfestspiele Berlin)

Link zu den Internationalen Filmfestspielen Berlin

Zeitgleich findet das Gayfilmfestival Teddy Award statt.

Chantal – House of Shame

Chantal´s  House of Shame

Chantals House of Shame

Chantals House of Shame

Ist schon eigenartig, nach 2 Mojito fühle ich mich endlich in der Lage, etwas über Chantal zu schreiben, etwas über sie selbst, etwas über ihre Party und ihren Film. Ja Chantal, diese glitzernde Persönlichkeit, die es vom Transenstrich über Auftritte als “Nachwuchsschwanzlutscherin” hin zu einem bedeutenden Party-Host geschafft hat.

Es ist nicht einfach für mich, neutral zu bleiben, dafür ist der Donnerstag zu sehr zu meinem beliebtesten Partytag geworden. Ich freue mich sie zu sehen, ihre herzliche Begrüßung zu erleben, mit ihr einen Drink zu nehmen und mit ihr zu quatschen. Wobei letzteres oft schwer fällt, sie hat so schrecklich viele Verehrer.

Was macht ihre Party so heiß und so begehrenswert, so einzigartig in der Berliner Szene? Nun, die Musik ist geil, dafür sorgen unter anderen die DJs Bürger P. und Maringo, zwei der Berliner Top-DJs, mit ihren Gefühl für gute elektronische Musik. Aber das gibts in Berlin auch im Berghain, im Maria, zum GMF.

Was ist also anders? Es ist das Publikum, dass Chantal geschafft hat, für ihre Party zu begeistern. Eine bunte Mischung aus exzentrischen Typen, Studenten, Alt-Rockern, Transen und netten Typen von nebenan. “House of Shame”  ist schwul und voller kribbelter Erotik, es ist eine Mischung aus Blumenkind-Freundlichkeit und Zickenalarm, eine geradezu unglaubliche Akzeptanz unterschiedlichster Menschen.

Chantal wäre nicht sie selbst, wenn sie nicht noch ein extra Sahnehäubchen anzubieten hätte, ihre wöchentliche Show um 2am bringt Jungstars aus aller Welt auf die Bühne. Mögen auch deren Auftritte manchmal bedrohlich schlecht sein, sie hat genug Perlen herausgepickt, um die Leute zu begeisterten Kreischanfällen zu führen.

Egal ob man sich auf einem der beiden Dancefloors, im Backstage oder auf den Toiletten befindet, überall herrscht eine angenehme Atmosphäre, wie schafft Chantal das nur? Ich kann nur von mir sprechen, aber ich genieße das tolle Publikum, die gute Musik, die vielen Flirts, die coolen Drinks.

Sie selbst hat eine schwierige Vergangenheit hinter sich, vielleicht deshalb der Name der Party, entlehnt der Ballade “The Ballad of Reading Gaol”, die Oscar Wilde in seiner schwersten Zeit geschrieben hat. Was Chantal in mittlerweile 11 Jahren mit “House of Shame”  für die Berliner Partylandschaft geschaffen hat, ist einzigartig und reif für einen Party-Oscar. Ich möchte noch ganz viele Parties mit ihr erleben, definitiv.

Hier Chantals typische Ankündigung des Showacts:



Hier ein Clip von einem Liveact, Black Peter Group


House of Shame / Chantal All Night Long

Jetzt hat Chantal einen Film über ihr Leben herausgebracht.

So schreibt die Regisseurin und Weggefährtin Johanna Jackie Baier

“Fast ein monumentaler Historienschinken – die Vorgeschichte der Party mitgerechnet umgreift der Film einen Zeitraum von 30 Jahren, fast das Leben einer Generation, fast der Soundtrack einer Generation, fast die ganze Gewalt und die ganze Leidenschaft …

Fast ein Road Movie, ständig unterwegs auf der Flucht durch die Nacht, fast ein Film Noir – man kommt kaum heraus aus den betonierten Kellern und den unterirdischen Gängen der Stadt; und ganz die Geschichte eines Lebens, Chantals, und ihres trotzigen Traums vom Leben.
Ein sehr persönlicher Film.”

Und dieser Film kommt in das Berlinale-Programm. Welch tolle Würdigung. Im Berlinale-Blog schreibt Andreas Tai:

“Die Stimmung im Kinosaal ist ausgelassen. Piccolöchen und Schnäpse machen die Runde. Man kennt sich. Die Freunde von Chantal und ihrer Party „Chantals House of Shame“ haben das International gekapert. Immer wieder gibt es während der Vorführung spontan Beifall und großes Johei. Für einen kurzen Augenblick ist Berlin wieder das, was es einmal war: die Hauptstadt der Szene und des Underground.”

Wer sich durch meine Zeilen angesprochen fühlt, sollte sich folgendes in seinen Kalender schreiben:

Chantals House of Shame @ Bassy Club

Donnerstags,  11pm until very late

Schönhauser Allee 176

U2 Senefelder Platz

Hier gehts zur Homepage von Chantals House of Shame

Teddy Award – Gay Film Festival

25. Teddy Award – Gay Film Festival

10. – 20. Februar 2011

Teddy Award

25. Teddy Award

Der TEDDY AWARD, der bedeutendste queere Filmpreis der Welt, feiert das 25 jährige Jubiläum.
Der TEDDY AWARD ist eine gesellschaftlich engagierte politische Auszeichnung, die Filmen und Personen zugute kommt, die queere Themen auf einer breiten gesellschaftlichen Ebene kommunizieren und somit einen Beitrag für mehr Toleranz, Akzeptanz, Solidarität und Gleichstellung in der Gesellschaft leisten.

Im Rahmen der 61. Internationalen Filmfestspiele Berlin (10. bis 20. Februar 2011) wird der TEDDY AWARD zum 25. Mal vergeben. Die Reihe der Preisträger reicht von internationalen Star-Regisseuren wie: Pedro Almodóvar, Gus Van Sant und Derek Jarman bis hin zu internationalen Leinwandstars wie Helmut Berger, Joe Dallesandro, John Hurt und Oscar-Preisträgerin Tilda Swinton.

Der TEDDY AWARD wird im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele Berlin in den Kategorien: Bester Spielfilm, bester Dokumentar/Essayfilm und bester Kurzfilm, sowie als Special-TEDDY AWARD für die künstlerische Lebensleistung an herausragende Persönlichkeiten vergeben. Filme aus allen Sektionen der Internationalen Filmfestspiele Berlin – die meisten davon Welturaufführungen und internationale Premieren – konkurrieren  jedes Jahr um die TEDDY AWARDS.

zur Homepage des Teddy Awards

Teddy Award 2010

24. TEDDY AWARD – Der queere Filmpreis der Berlinale

11. 02. -21. 02. 2010, Gala mit Award – Verleihung 19. 02. 2010
MEIN NAME IST MENSCH – Motto des TEDDY AWARD 2010 | Special TEDDY für Werner Schroeter | Hommage an Rio Reiser

Teddy Award

Im Rahmen der 60. Internationalen Filmfestspiele Berlin wird der weltweit bedeutendste Queer Film Award im Rahmen eines A-Filmfestivals (Internationale Filmfestspiele Berlin | Berlinale) auf einer festlichen Galaveranstaltung mit anschließender Party verliehen. Erstmalig finden die Gala und die anschließende Party nur einen Steinwurf entfernt vom Potsdamer Platz in der STATION BERLIN – dem ehemaligen Paketpostbahnhof am Berliner Gleisdreieck statt.
Eine besondere HOMMAGE widmet der 24. TEDDY AWARD dem 1996 verstorbenen Sänger, Komponisten, Texter und Schauspieler RIO REISER, zu dessen 60. Geburtstag. Rio Reiser war der erste deutsche Sänger, der sich öffentlich als schwul geoutet hat. Zusammen mit seiner Band „Ton Steine Scherben“ schuf er nicht nur den Soundtrack der 68er- Generation sondern auch den Soundtrack der beginnenden deutschen Schwulenbewegung, als er gemeinsam mit den Theatergruppen „Brühwarm“ und „Transplantis“ und den „Ton Steine Scherben“ in den 1970er Jahren die ersten schwulen Musicals produzierte und auf die deutschen Bühnen brachte. 1977 bekam Rio Reiser für seine erste Filmrolle in dem Film „Johnny West“ den Bundesfilmpreis in Gold.
Anlässlich der Hommage an Rio Reiser wird die Band „TON STEINE SCHERBEN“ bei der TEDDY AWARD Gala erstmals seit dem Tod ihres Frontmanns wieder in Originalbesetzung auf der Bühne stehen. Zudem greift das Motto des 24. TEDDY AWARD einen Song von Rio Reiser/Ton Steine Scherben auf: MEIN NAME IST MENSCH.

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